Linz/Wien - Der Voest-Alpine Stahl-Konzern (VA Stahl) peilt für das Geschäftsjahr 2000/01 (Bilanzstichtag per 31. März) ein Rekordergebnis an. Die ersten neun Monate der laufenden Rechnung haben das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erbracht. "Wir gehen davon aus, dass wir das Gesamtergebnis des Rekordjahres 1995 übertreffen werden", gab Vorstandsvorsitzender Peter Strahammer am Freitag bekannt. Im Geschäftsjahr 1995 (damals noch Kalenderjahr) hatte VA Stahl einen Betriebserfolg (EBIT) von 3,04 Mrd. S (221 Mill. Euro) erzielt. Der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres 2000/01 war im VA Stahl-Konzern durch eine sehr gute Mengenkonjunktur, stabile Vollauslastung in allen Produktionsbereichen und ein hohes durchschnittliches Erlösniveau geprägt, heißt es in einer Medieninformation. Gegen Ende 2000 kam es allerdings zu Abschwächungstendenzen in der Nachfrage, verbunden mit steigendem Preisdruck, der sich erst in den Folgemonaten auswirken werde. Insgesamt weist der VA Stahl-Konzern nach neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein EBIT von 205,2 Mill. Euro aus, 116,5 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode 1999 (94,8 Mill. Euro). Das EBITD (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) ist um 49,7 Prozent auf 361,1 (241,2) Mill. Euro gestiegen, das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit EGT um 64,5 Prozent auf 183,2 (111,4) Mill. Euro. EBIT-Marge bei knapp neun Prozent Gemessen am Umsatz liegt die EBIT-Marge für den Konzern bei knapp 9 Prozent, die EBITD-Marge beläuft sich auf rund 16 Prozent. Der Gewinn je Aktie ist im Berichtszeitraum auf 3,8 Euro gestiegen gegenüber 2,5 Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Periodenüberschuss wurde um 50,2 Prozent auf 126 (83,9) Mill. Euro gesteigert. Der Konzernumsatz lag nach neun Monaten mit 2,310 Mrd. Euro um 16,6 Prozent über der Vorjahresperiode (1,982 Mrd. Euro), die Beschäftigtenzahl (zum 31.12.) blieb mit 15.331 (15.312) annähernd konstant. Von April bis Dezember 2000 hat der VA Stahl-Konzern 3,94 Mill. Tonnen Rohstahl erzeugt, gegenüber 3,56 Mill. Tonnen in der Vergleichsperiode 1999, was einem Anstieg um 10,7 Prozent entspricht. Im Flachproduktebereich wurde die Produktion um 9,5 Prozent gesteigert, bei Langprodukten um 14,8 Prozent. Erstmals erreichte der Konzern eine jährliche Rohstahlproduktion von mehr als 5 Mill. Tonnen (Kalenderjahr 2000). Der Börsekurs der VA Stahl in Wien verbesserte sich Freitag vormittag (nach 11 Uhr) um gut 3 Prozent auf 32,70 Euro, gerechnet vom Donnerstag-Schlusskurs (31,70). (APA)