Mailand - Sechzehn Onkologie Institute aus Europa haben sich zusammengeschlossen, um ein virtuelles Zentrum zur Krebsbekämpfung zu gründen. Mediziner und Wissenschaftler schaffen ein Netzwerk, das via Internet einen Austausch über Forschungsergebnisse, Diagnosen und Behandlungsmethoden ermöglicht. Unter den Gründungsmitgliedern befinden sich führende Onkologie Kliniken, wie das Az-Vub Institut in Brüssel, das Institut Gustave Roussy von Paris, das Institut Léon Bérard in Lyon und das Mailänder Istituto Nazionale dei tumori. Mitglieder des virtuellen Krebsforschungszentrums werden künftig freien Zugang zu allen, von den einzelnen Instituten in das Netz gestellten, Forschungsergebnissen haben. Dieser Austausch unter Spezialisten werde, wie der Leiter des Mailänder Tumorforschungsinstituts Natale Cascinelli erklärte, mit geringem Kostenaufwand die Therapien, Diagnosen und Forschungen in der Onkologie stark verbessern. Die italienischen Institute, die Spezialisten bei der Bekämpfung von seltenen Tumoren seien, würden so Cascinelli, neue Studienergebnisse über Melanome, Tumore der Schilddrüse und Alterssarkome veröffentlichen. Zugang haben Mediziner über eine geschützte Webseite. Zuerst werden die Projekte realisiert, die in den Bereich der „Entwicklung der E-Onkologie“ fallen; besonders jene im Rahmen der EU-Programme „Information society technology“ und “ Best practice and trials in e-health“. Die Online Fortbildungskurse für interessierte Mediziner starten in den nächsten Monaten. (pte)