Linz - Am oberösterreichisch-tschechischen Grenzübergang Wullowitz nördlich von Freistadt begann am Freitag kurz nach 15.00 Uhr die angekündigte Kundgebung der Temelin-Gegner. Zu Beginn nahmen an die 500 Leute an der Veranstaltung teil. Zu Grenzblockaden kam es vereinbarungsgemäß nicht. Für die Kundgebung war ein Teil des Grenzübergangs gesperrt worden, es blieben aber mehrere Fahrbahnen frei, sodass es zu keinen nennenswerten Verkehrsbehinderungen kam. Die Atomgegner hatten sich wie schon bei früheren Kundgebungen mit zahlreichen Transparenten eingefunden, auf denen u.a. zu lesen war: "Temelin - Technik des Grauens" oder "Temelin ist Selbstmord auf Raten". Der Vorsitzende des Österreichisch-Tschechischen Anti-Atom- Komitees, der oberösterreichische ÖVP-LAbg. Otto Gumpinger, betonte zur Eröffnung der Kundgebung, man habe zwar die Grenzblockaden abgesagt, um den in Gang gekommenen Prozess der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für das AKW Temelin nicht zu gefährden, man werde aber sehr genau beobachten und kontrollieren, dass die Vereinbarungen von Tschechien eingehalten werden. "Wenn es nur eine Schein-UVP werden sollte, dann werden wir sofort dagegen auftreten und auch nicht vor Grenzblockaden zurückscheuen", formulierte Gumpinger, "wir lassen uns nicht hinters Licht führen". (APA)