Innsbruck - Die Kulturpolitik Innsbrucks baut im Rahmen einer "Offensive" von Vizebürgermeisterin Hilde Zach ("Für Innsbruck") auf viele Häuser. Als fix sind das "Haus der Stadtgeschichte" und jenes für die Architektur zu betrachten, gut schaut es für die Musik aus. Langzeitwünsche bleiben das "Haus der Kunst" und das "Haus der Alpen". Um 22 Millionen Schilling wird derzeit das Stadtarchiv baulich und inhaltlich umgestaltet. Seit zwei Jahren wird das früher kaum zugängliche Archiv von Lukas Morscher geleitet. Das künftige "Haus der Geschichte" kann durch die Erweiterung auf 400 Quadratmeter "verborgene Schätze" eigener Sammlungen ausstellen, will lokalen Initiativen Präsentationsräume bieten und sieht sich als Service-und Anlaufstelle für historisch Interessierte. Nach langen Verhandlungen stehen beim "Haus der Architektur" die Vertragsunterzeichnungen unmittelbar bevor. Das von Lois Welzenbacher errichtete denkmalgeschützte Sudhaus einer ehemaligen Brauerei unweit des Hauptbahnhofes wird die neue Heimstätte des Architekturforums und des "Archivs für Architektur und Bauingenieurskunst im Alpenraum" des Instituts für Baugeschichte und Denkmalschutz. Zach hat zugesichert, dass sich die Stadt nicht nur an der Finanzierung des Umbaus beteiligen wird. Das Architekturforum könne mit "deutlich erhöhter" laufender Subvention rechnen. Das "Haus der Musik" soll in den zu adaptierenden Stadtsälen beim Landestheater entstehen, sobald der Gemeinderat ins neue Rathaus übersiedelt ist. Das "Tiroler Symphonieorchester Innsbruck" soll dort eine Heimstätte und einen Probesaal erhalten. (DER STANDARD/hs, Print-Ausgabe, 17./18. 2. 2001)