Belgrad - Der jugoslawische Innenminister Zoran Zivkovic befürchtet eine Ausweitung von Terroranschlägen albanischer Extremisten vom Kosovo aus nach Serbien. Ein "albanischer urbaner Terrorismus" und Angriffe auf Städte, wie es in Nordirland seit Jahren der Fall ist, seien durchaus möglich, sagte Zivkovic der Belgrader Zeitung "Glas javnosti" (Sonntagsausgabe). Der Minister sagte das anlässlich des Sprengstoffanschlags auf einen Bus im Norden Kosovos, bei dem am Freitag sieben Serben getötet und mehr als 40 verletzt wurden. Er verlangte von der internationalen Gemeinschaft mehr Druck auf die "albanische Extremisten". Belgrad behalte sich weiterhin das Recht vor, eine "legitime Anti-Terror" Aktion durchzuführen. Den Anschlag soll eine albanische Terrorgruppe namens "Leopard" durchgeführt haben. Sie sei auch für zahlreiche Bombenanschläge im Kosovo, darunter den Sprengstoffanschlag auf die Residenz des jugoslawischen Verbindungsdiplomaten zur UNO-Kosovo-Mission in Pristina vor mehr als einem Jahr, verantwortlich. Dabei starb der Fahrer des Diplomaten, schrieb die Belgrader Zeitung "Blic" am Sonntag. (APA/dpa)