Wien - Seine Mutter sei im Ausland, log ein 18-jähriger Niederösterreicher aus Großenzersdorf im Bezirk Gänserndorf seit zwei Wochen. Tatsächlich hatte er die 49-jährige Frau nach einem Streit erstochen, die Leiche zu Hause auf der Terrasse deponiert. Wie die Sicherheitsdirektion Niederösterreich am Sonntag bekannt gab, sei das Verbrechen durch eine Bekannte des Opfers aufgeflogen. Diese habe sich Sorgen gemacht und am Samstag in der Wohnung ihrer Freundin Blutspuren entdeckt. Alarmierte Gendarmeriebeamte fanden die Tote schließlich unter Kartons und Papier versteckt auf der Terrasse. Der Leichnam wies zahlreiche Stichverletzungen im Brustbereich auf. Bei den Erhebungen ergab sich bald, dass die Witwe des Öfteren Streit mit ihrem Sohn gehabt hatte. Im Zuge der eingeleiteten Fahndung wurde der Arbeitslose in Wien-Floridsdorf erwischt. Zunächst gab er wieder an, seine Mutter befände sich auf einem Auslandsurlaub, bequemte sich dann aber doch zu einem Geständnis. Motiv: "Langjährig aufgestauter Hass." Zuletzt habe ihm die Mutter Vorwürfe gemacht, weil er ihr Auto beschädigt habe. Der 18-Jährige wurde in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. (APA/red; DER STANDARD, Print-Ausgabe, 19.2.2001)