Wien - Leopold Gelb, Herbert Weiss, Anna Eichler, Engelsmann Samuel und Flora Freudenfeld: in der Öffentlichkeit sind sie unbekannt, dennoch sind sie Teil der österreichischen Geschichte geworden. Sie wurden unter dem nationalsozialistischen Regime Opfer des Holocaust. Das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) hat im Rahmen seines Projektes "Namentliche Erfassung der österreichischen Holocaustopfer" die Daten von vielen der zu Tode Gekommenen recherchiert. Die Ergebnisse können nun auch über das Internet abgerufen werden. Unter http://www.doew.at wurde eine entsprechende Datenbank eingerichtet, die derzeit 61.000 Opfernamen umfasst. Gesucht werden kann nach Vor- und Zunamen, angeführt werden dann Geburtsdatum, das Ziel der Deportation und - so vorhanden - das Todesdatum. Wer darüber hinaus gehende Informationen zu der gefundenen Person erhalten möchte, kann diese über mail (erfassung@doew.at) abfragen. Die Datenbank wird laufend erweitert, heißt es in einer Information des DÖW. (APA)