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Genf - Eine zunehmende Häufung von Stürmen, Überschwemmungen und Dürreperioden sind die wahrscheinlichsten Folgen des globalen Klimawandels auf Grund der anhaltenden Umweltverschmutzung. Dies geht aus einem Bericht der Vereinten Nationen hervor, der am (heutigen) Montag in Genf veröffentlicht wird. Die Menschen in den Entwicklungsländern werden demnach von den Auswirkungen der Klimaveränderungen am stärksten betroffen sein. Für jeden Einzelnen spürbare Folgen wird es dem Bericht zufolge aber auch in Europa geben. So soll in den Alpen bis Ende des Jahrhunderts jeder zweite Gletscher schmelzen. Südeuropa wird zunehmend von Dürre, andere Regionen werden von Überschwemmungen gefährdet. Die unmittelbarsten Risiken gehen dem Bericht zufolge weltweit von Überflutungen und Erdrutschen aus. Als besonders gefährdet gelten die Küstenregionen in Polen und Florida. Kosten der Naturkatastrophen steigen Der zweite Bericht des UN-Ausschusses zum Klimawandel (Intergovernmental Panel on Climate Change) weist darauf hin, dass die Kosten so genannter Naturkatastrophen von jährlich rund vier Milliarden Dollar (4,40 Mrd. Euro/60,6 Mrd. S) in den fünfziger Jahren auf 40 Milliarden Dollar (44,0 Mrd. Euro/606 Mrd. S) im Jahr 1999 gestiegen sind. Die Zahl der Bewohner von Regionen mit akuter Wasserknappheit wird den Experten zufolge innerhalb der nächsten 25 Jahre von derzeit 1,7 Milliarden auf 5,4 Milliarden steigen. Der Genfer Bericht folgt dem im Jänner in Schanghai veröffentlichten Bericht über das Ausmaß des Klimawandels. Demnach könnte die Durchschnittstemperatur auf der Erde innerhalb eines Jahrhunderts um 5,8 Grad steigen. Als Ursachen wurden die industrielle Umweltverschmutzung, unter anderem auch die Abgasemissionen von Autos, genannt. Ein dritter Bericht des Panels mit Lösungsvorschlägen soll im März veröffentlicht werden. (APA/AP)