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Foto/ APA/ ARTINGER Guenter
Wien - Ein UKO (Umweltkundiges Organ) für jedes Polizeiwachzimmer und jeden Gendarmerieposten ist das Ziel eines vor zwei Jahren gestarteten Projektes, mit dem Wasserverschmutzern, Luftverpestern oder auch "Dealern" in der Landwirtschaft - siehe Schweineskandal - künftig leichter das Handwerk gelegt werden soll. Bisher wurden in Wien und Niederösterreich bereits 140 Beamte eingeschult, die im wahren Sinn des Wortes als verlängertes Auge des Gesetzes wirken sollen. Kurse gegen Umweltsünder In einem weiteren Schritt soll es jetzt im Sommer ein "Trainer-Training" geben, hieß in der Zentralstelle zur Bekämpfung der Umweltkriminalität im Innenministerium. In einem dreitägigen Kurs und später in einer zweitägigen Wiederholung sollen die Beamten das entsprechende Wissen erhalten, um es an rund 360 Kollegen weitergeben zu können. Noch heuer 600 Polizisten Noch heuer sollen dann österreichweit 600 Polizisten und Gendarmen als UKOs zur Verfügung stehen. Als äußeres Zeichen ihres Fachwissens bekommen die "Umweltfahnder" der Abteilung II/10 des Innenministeriums eine eigene Plakette, die u.a. ein Gift-Warndreieck, einen abgestorbenen Baum und eine Fabrik, aber auch einen Regenbogen zeigt. "Blumenpolizisten" Die UKOs - es handelt sich durchwegs um Freiwillige, und das Interesse an der Ausbildung ist einem Sprecher der Zentralstelle zufolge sehr groß - sollen nach Vorstellung des Ministeriums von sich aus aktiv werden und gegebenenfalls - etwa bei Wasserverunreinigungen - auch selbst Proben ziehen können. Die Finanzierung der Ausrüstung dafür ist allerdings noch offen. Eine Gruppe von 50 Sachbearbeitern - 23 bei den Kriminalabteilungen der Gendarmerie und 27 bei den Polizeidirektionen - sollen sich dem Projekt zufolge ausschließlich der Umweltkriminalität widmen können. Wobei es stellenweise noch geringes Verständnis für ihre Tätigkeit gibt - da sei im Kollegenkreis schon einmal von "Blumenpolizisten" oder "Froschfängern" die Rede, hieß es. (APA)