Linz - Ein Ja zu Reformen und zur Kooperation im ÖGB, aber ein ebenso klares Nein zu allen "Zerschlagungsplänen". Damit reagierte der Regionalvorstand der Gewerkschaft der Privatangestellten in Oberösterreich in einer Presseaussendung am Montag auf die Vorschläge von ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch. Sie sehen eine Neustrukturierung der Fachgewerkschaften und damit verbunden eine Aufteilung der GPA auf mehrere Branchengewerkschaften vor. Verzetnitsch hat vorgeschlagen, die derzeit bestehenden 13 Fachgewerkschaften in acht Branchengewerkschaften umzuwandeln. Die stärkste Einzelgewerkschaft - die GPA mit Hans Sallmutter an der Spitze - sollte dabei auf diese aufgeteilt werden. In einem einstimmigen Beschluss des Regionalvorstandes der GPA hieß es, Verzetnitschs Konzept stamme "im Kern aus den Nachkriegsjahren" und sei "völlig veraltet". Eine Strukturreform müsse das Schwergewicht auf die Gewinnung neuer Mitglieder und die Einbeziehung bisher nicht organisierter Branchen legen. Wenn man die Mitglieder der größten Einzelgewerkschaft aufteile, riskiere man große Verluste. Außerdem könne eine sinnvolle Reform nur mit frühzeitiger Einbindung aller betroffenen Betriebsräte und Mitglieder erfolgreich sein, wird Verzetnitsch kritisiert. Man sei selbstverständlich bereit, aktiv an der Reform der Einzelgewerkschaften und des ÖGB mitzuarbeiten und führe zur Zeit eine umfassende Reform der eigenen Strukturen durch, so der Regionalvorstand der GPA Oberösterreich. Auch sei eine Kooperation der Einzelgewerkschaften in Zukunft auf alle Fälle noch zu verstärken. (APA)