Seit vergangener Woche dreht der österreichische Regisseur Wolfgang Murnberger, der derzeit mit seinem jüngsten Kinofilm "Komm, süßer Tod" mit bereits mehr als 200.000 Kinobesuchern Erfolge feiert, einen neuen Film für den ORF: "Hainburg" ist der Titel dieser fiktiven Liebesgeschichte, die vor dem politischen Hintergrund der Ereignisse rund um die Besetzung der Hainburger Au im Winter des Jahres 1984 erzählt wird. Das teilte der ORF am Montag in einer Aussendung mit. Im Mittelpunkt des Films stehen die Demonstrantin Veronika und der Hainburger Gendarm Jakob, die eine kurze, aber intensive Liebe in der kalten Au verbindet. Die Liebesgeschichte ist so sehr an den Ort und die Dauer des Konfliktes gebunden, dass sie an einer kleinen Indiskretion des Gendarmen zerbricht. Die kurze Beziehung zwischen Veronika und Jakob bleibt jedoch nicht ohne Folge: Carina ist heute - der Film spielt teilweise im Jahr 2001 - gerade sechzehn Jahre alt und hat ihren Vater noch nie gesehen. Nach sechzehn Jahren begegnet das Liebespaar aus dem Winter 1984 einander wieder. Regisseur Murnberger verfasste auch das Drehbuch zu "Hainburg", zu dem ORF-Redakteur Heinz Ambrosch die Idee lieferte. Für die Darstellung der politischen Ereignisse des Jahres 1984 wird Murnberger bestehendes ORF-Dokumentationsmaterial in den Film einbauen. Für die Hauptrollen wurden eher unbekannte Gesichter verpflichtet: Barbara Redl und Gunther Gillian, ab 20. März in der neuen ORF-Komödieserie "Dolce Vita & Co" zu sehen, spielen Veronika und Jakob. Als sechzehnjährige Tochter der beiden steht Gerti Drassl vor der Kamera. Gedreht wird in in Wien und Niederösterreich, wobei an den Originalschauplätzen nur wenig gefilmt wird. Der Filmschauplatz "Hainburger Au" ist aus finanziellen und praktischen Gründen in die Nähe Klosterneuburg verlegt worden. Noch bis voraussichtlich 10. März wird an den Winterszenen des Films gearbeitet, der Sommer-Dreh ist für Ende Juni angesetzt. Im ORF wird "Hainburg" im Jahr 2001 zu sehen sein. (APA)