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Peking - Die chinesische Regierung will inländischen Investoren nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua mehr Spielraum an den heimischen Börsen geben. Xinhua berichtete am Montag unter Berufung auf die Börsenaufsicht, einheimische Investoren mit legalen Devisenbeständen könnten künftig mit bisher für ausländische Investoren reservierten Hartwährungsaktien - den so genannten B-Aktien - handeln. Ein entsprechendes Konzept dafür solle von der Börsenaufsicht und anderen Behörden ausgearbeitet werden. Zuvor hatte die Börsenaufsicht den Handel mit den Hartwährungsaktien ausgesetzt. Finanzexperten erwarten, dass eine solche Reform die Liquidität in Märkten für B-Aktien stark erhöhen und sie dadurch auch für ausländische Investoren interessanter machen wird. Kursmanipulationen Die chinesischen Aktienmärkte sind zuletzt nach dem Bekanntwerden umfangreicher Kursmanipulationen stark unter Druck geraten. Daher hatte es bereits Spekulationen gegeben, die Regierung könnte mit Reformmaßnahmen versuchen, den Aktien wieder Auftrieb zu geben. Analysten hatten gesagt, ein erster Schritt könnte es sein, chinesischen Fonds den Zugang zu Hartwährungsaktien zu gewähren. Als Reaktion auf die Ankündigung der Börsenaufsicht setzten die chinesischen Börsen in Shanghai und Shenzhen den Handel mit B-Aktien bis Ende der Woche aus. Sie bräuchten Zeit für die dafür nötige technische und organisatorische Umstellung, hieß es. (APA/Reuters)