Wien - Der Grüne Sozialsprecher Karl Öllinger hat sich gegen Pläne zur "Plünderung der Arbeitslosenversicherung" gewandt. Im Austausch zu einer Absenkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge sei zwar eine geringere Anhebung der Krankenversicherungsbeiträge vorstellbar, doch dürfte eine solche Erhöhung nicht zur Defizitabsenkung verwendet werden. Die zusätzlichen Mittel müssten für zusätzliche Leistungen aufgewendet werden, betonte Öllinger in einer Aussendung. Er kritisierte die Pläne von Finanzminister Karl-Heinz Grasser (F), 20 Milliarden Schilling aus der Arbeitslosenversicherung im Budgetvoranschlag 2002 zu verwenden. Davon sollen 15 Milliarden für das Budget und fünf Milliarden zur Entlastung des Familienlastenausgleichsfonds verwendet werden. Dies seien "abenteuerliche Pläne", so Öllinger. (APA)