Jerusalem - Der israelische Generalstabschef Shaul Mofaz hat den seit fünf Monaten andauernden Konflikt mit den Palästinensern als "Krieg" bezeichnet. Vor dem auswärtigen Ausschuss des Parlaments in Jerusalem warf Mofas den Palästinensern am Dienstag vor, seit Beginn des Aufstands im Westjordanland und im Gazastreifen hunderte Bomben gelegt und zahlreiche, des Terrorismus gegen Israel verdächtige Extremisten freigelassen zu haben. In Nablus im Westjordanland nahm die Palästinenserpolizei am Dienstag mehrere Männer unter dem Verdacht der Kollaboration mit Israel bei der Ermordung eines führenden Aktivisten der radikal-islamischen Hamas-Bewegung fest. Mahmud Madani war am Montag vor einer Moschee im Flüchtlingslager Balata von Unbekannten erschossen worden. Die Palästinenser vermuten Israels Geheimdienst hinter dem Anschlag, nehmen jedoch gleichzeitig an, dass palästinensische Kollaborateure sie dabei unterstützten. Mehr als 3.000 Landsleute nahmen am Dienstag an der Beerdigung Madanis teil und forderten lautstark "Vergeltung" für dessen Tod. (APA/dpa)