Wien - Vorne die Lok, dahinter zehn Waggons. So schaut der geplante "Euro-Zug" aus, den die Regierung ab September auf die Reise durch Österreich schicken will. Sechs Monate soll die Tour dauern und in 60 Städten und Gemeinden Halt machen.

"Wer durch den Euro-Zug durchgeht, soll einen kompletten Überblick über die Euro-Umstellung geboten bekommen." Aber nicht nur das.

Geht es nach den Ideen von Rainer Newald, Leiter der Euro-Initiative der Bundesregierung, sollte der "Euro-Train" nicht nur Informationen über die Einführung der neuen Euroscheine und Münzen in Geschäften, Unternehmen, auf der Post und in den Ämtern bieten. Im Zug soll auch ganz praktisch Hilfe geleistet werden.

"Unser Wunsch wäre es, dass uns die Leute gleich ihre berühmten Marmeladegläser voller Groschen zum Umwechseln bringen", verrät Newald. Natürlich könnte der Euro-Train noch nicht gleich in Euro-Scheine oder Euro-Münzen wechseln, sondern vorläufig nur in die guten alten Schillinge. "Aber das Groschenproblem könnten wir etwas entschärfen, wenn nicht alle am ersten Jänner 2002 mit ihrer Sammlung in die Banken kommen", meint Newald.

Die Idee vom Euro-Zug hat die Euro-Initiative übrigens abgekupfert. "Das war eine Schülerinitiative, die mit dem Österreichischen Kulturservice entwickelt wurde und die voll eingeschlagen hat", gesteht Newald ein, dass man auch von Kids lernen kann. (lyn, D ER S TANDARD , Print-Ausgabe, 21. 2 . 2001)