Deutschlands "Erstes", die ARD, will mit drei neuen Abendshows den Weg aus der Unterhaltungsmisere finden. "Die Unterhaltungskrise, wenn es denn eine ist, ist für uns mit einer Herausforderung gleichzusetzen", sagte der seit 1. Jänner amtierende ARD-Unterhaltungskoordinator Winfried Bonk vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) am Mittwoch. Bei der Abendunterhaltung setzt Bonk nicht auf neue Trends wie Real-Life-Shows oder Quiz-Sendungen, sondern auf "Familien-Entertainment". Mit Ulla Kock am Brink will der WDR noch in diesem Jahr eine neue große Samstagabend-Show produzieren, die im nächsten Jahr mit sechs Ausgaben fortgesetzt werden könnte. Neuzugang Jörg Pilawa werde mit einer Abend-Gala noch dieses Jahr auf Sendung gehen, 2002 sei mehr geplant. "Jörg Pilawa hat auf der abendfüllenden 120-Minuten-Show-Strecke bisher noch wenig Erfahrung sammeln können und bekommt deshalb eine auf ihn ganz persönlich zugeschnittene eigene Chance in der ARD", sagte Bonk, der außerdem ein drittes Format mit "Moderator X" im Auge hat. Keinen Platz werde die ARD im Abendprogramm neuen Quizsendungen bieten. Damit wird Pilawa im Vorabendprogramm des Ersten sein Debüt geben. (APA)