Die Theorie, dass viele Autoimmunerkrankungen auf die gleichen genetischen Risikofaktoren zurückgehen, wird durch eine neue Beobachtung an Mäusen gestützt. Die amerikanische Immunologin Denise Faustman (Harvard Medical School) erforschte an einem Mausmodell den Diabetes-Typ 1. Sie wollte herausfinden, warum in jeder Generation der genetisch vorbelasteten Mäuse immer nur einige erkrankten, andere aber gesund blieben. Dabei stellte sie zu ihrer Verwunderung fest, dass die "gesunden" Mäuse, wenn man sie älter werden ließ, zu 80 Prozent rheumatische Arthritis entwickelten. Denise Faustman stellte ihre Forschungsergebnisse diese Woche auf der interdisziplinären Wissenschafterkonferenz AAAS in San Francisco vor. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.2.2001).