Jakarta - Bei blutigen Unruhen im indonesischen Teil der Insel Borneo sind nach offiziellen Angaben bis zum Freitag 143 Menschen getötet worden. Ein Arzt des staatlichen Bezirks- Krankenhauses befürchtete, dass die Zahl der Toten noch weiter steigen werde. Die Zusammenstöße zwischen dem Volk der Dayak und Zuwanderern hatten am Sonntag begonnen. In Sampit würden Dayak weiter die Häuser von Einwanderern niederbrennen und nach Zuwanderern suchen, um sie umzubringen, berichteten Einwohner. Zwischen den Dayak, einem früheren Kopfjäger- Volk, und Zuwanderern herrschen seit Jahren Spannungen, die sich immer wieder gewaltsam entladen. Während der Herrschaft des Diktators Suharto waren mehrere hunderttausend Menschen aus übervölkerten Teilen Indonesiens wie der Insel Java in andere Regionen umgesiedelt worden, was dort häufig zu Konflikten mit alteingesessenen Volksgruppen führt. Drahtzieher der Unruhen sind nach Medienberichten zwei ehemalige Verwaltungsbeamte aus Sampit, die aus Ärger über ihre Entlassung die Ausschreitungen angezettelt haben.Randale bei Opernball-Demo in Wien. (APA)