Seoul - Nordkorea droht mit der Wiederaufnahme seiner Raketentests. Damit kritisiere das nordkoreanische Außenministerium scharf die Politik der neuen US-Regierung gegenüber dem kommunistischen Staat, hieß es am Donnerstag in Seoul unter Berufung auf staatliche nordkoreanische Medien. Wenn die USA nicht ihre Haltung gegenüber der Regierung in Pjöngjang änderten, könne dies dazu führen, dass Nordkorera sich an seine früheren Zusagen nicht mehr gebunden fühle. Das Außenministerium in Pjöngjang warf Washington eine harte Haltung gegenüber Nordkorea vor. Nordkorea testete im August 1998 über japanischem Territorium eine Langstreckenrakete. Ende November vergangenen Jahres hatten die USA und Nordkorea Gespräche über einen Stopp dieses Rüstungsprogramms beendet. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il deutete bei einem Besuch der damaligen US-Außenministerin Madeleine Albright die Bereitschaft an, alle Raketentests einzustellen. Washington betrachtet das Rüstungsprogramm Nordkoreas als Bedrohung seiner Sicherheit. "Sorgfältig beobachten" Die USA haben die nordkoreanischen Drohungen, das Raketentest- und Atomprogramm wiederaufzunehmen, kritisiert. Die scharfen Äußerungen der Regierung in Pjöngjang seien "kontraproduktiv", sagte die Nationale Sicherheitsberaterin der US-Regierung Condoleezza Rice am Donnerstag in Washington. Zugleich machte sie deutlich, dass der kommunistische Staat "sorgfältig beobachtet" werden müsse. Alle Schritte gegenüber Nordkorea würden zudem in enger Abstimmung mit Südkorea und Japan, den US-Verbündeten in der Region abgestimmt, betonte Rice. (APA)