Wien - Mit rund zwei Millionen Betroffenen ist Rheuma die Volkskrankheit Nr. 1 in Österreich. Rheuma verursacht den größten Anteil an Invalidität und stellt eine große Belastung für die Patienten, ihre Angehörigen und für die Allgemeinheit dar. Trotzdem kann die breite Masse mit dem Begriff "Rheumatismus" wenig bis gar nichts anfangen - handelt es sich doch um 49 verschiedene Erkrankungen, die unter dieser Bezeichnung zusammengefasst werden. Um die Bevölkerung für die Wichtigkeit der rheumatischen Erkrankungen zu sensibilisieren, aufzuklären und neueste Informationen weiterzugeben, findet am Freitag im Wiener Rathaus der "1. Wiener Rheumatag" mit zahlreichen Referaten namhafter Experten statt. Eine ganze Reihe ... 49 verschiedene Krankheiten fallen unter den Oberbegriff "Rheuma". Sie können sich von den Gelenken über Muskulatur, Knochen, die Wirbelsäule bis zum Herzen, Auge oder zur Lunge hinziehen. Im Groben werden rheumatische Erkrankungen in drei Gruppen geteilt: entzündliche rheumatische Erkrankungen, so genannte Aufbrauchsleiden (Abnützungserscheinungen oder Arthrosen) und weichteilrheumatische Erkrankungen wie lokale Verspannungen oder Entzündungen in den Muskulaturen des Bindegewebes. Von letzterer Form ist jeder dritte (und vor allem die jüngeren) Österreicher befallen. Rheuma ist also keine Altersfrage - Rheuma kann jeden treffen. Auch Osteoporose, eine Knochenkrankheit, an der 30 Prozent der weiblichen und fünf Prozent der männlichen Bevölkerung erkrankt sind, zählt zu den rheumatischen Erkrankungen. Ein wichtiges Thema der populärmedizinischen Tagung ist die "Bone and Joint Decade" - eine internationale Initiative auf WHO-Empfehlung zur Prävention und Behandlung von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats, mit dem Ziel die sozialen und finanziellen Kosten der Krankheit für die Gesellschaft zu senken, die Vorbeugung und die Situation der Patienten zu verbessern. (APA)