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Rio de Janeiro - Ein großes Fischsterben in der Stadt-Lagune von Rio de Janeiro hat Umweltschützer, Anrainer, Fischer und sogar Touristen in der brasilianischen Metropole aufgebracht. Im Wasser der Lagune im Luxusviertel Lagoa trieben nach Medienberichten am Donnerstag mehr als vier Tonnen toter Fische und Krabben. "Wenn schon so große Fische wie der Seebarsch sterben, muss die Verschmutzung immens sein", sagte der Ökologe Francisco Esteves von der Bundesuniversität Rio de Janeiro. Die fast herzförmige "Lagoa Rodrigo de Freitas" liegt nur knapp 500 Meter von den berühmten Stränden von Ipanema und Leblon entfernt. Sie zieht mit ihren Parks, sieben Kilometer langen Jogging- und Fahrradwegen, Tret- und Wasserski-Booten, den Freilichtbühnen, Spielplätzen und kleinen Restaurants zahllose Menschen an. Ursache des Fischsterbens ist Experten zufolge die Hitze um die 40 Grad und die Verschmutzung des Wassers, sie fördern das Algenwachstum und entziehen dem Wasser Sauerstoff. Die Lage sei schlimm, weil die Wassertemperatur mit 37 Grad weiter etwa 13 Grad über Normalniveau liege und keine Abkühlung erwartet werde. Die rund 50 Fischerfamilien an der Lagune warfen den Behörden Tatenlosigkeit vor und die Nachbarn beklagten den Gestank. Bereits in den vergangenen beiden Jahren waren die Fische in der Lagune von Rio im Sommer massenhaft gestorben. "Früher gab es so etwas nur alle 20 Jahre", sagte der Ökologe Esteves. Der etwa 500 Meter lange Kanal, der die Lagune mit dem Meer verbindet, sei durch illegale Abwässer oft so dreckig, dass er kein frisches Wasser mehr zuführen kann. (APA/dpa)