Los Angeles - Im US-Bundesstaat Kalifornien ist eine "blutlose" Operation an einem Baby erfolgreich verlaufen. Ein sieben Monate alter Bub erhielt in einem Kinderkrankenhaus in Los Angeles einen Teil der Leber seiner Großmutter, wie lokale Medien am Donnerstag berichteten. Statt dem Baby wie üblich Bluttransfusionen zu geben, regten die Mediziner mit Medikamenten die Bildung von roten Blutkörperchen an und recycelten das Blut des Babys. Bei der Operation musste auf diese Technik zurückgegriffen werden, weil die Eltern des Buben den Zeugen Jehovas angehören. Ihre Religion verbietet Bluttransfusionen. Den Ärzten zufolge könnte diese Art der Transplantation an Babys bald zur Routine werden. Blutbanken könnten so auch entlastet werden. Ähnliche Eingriffe werden bei erwachsenen Zeugen Jehovas seit einigen Jahren durchgeführt. (APA/dpa)