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Bogota - Trotz anhaltender blutiger Kämpfe im Norden Kolumbiens haben Vertreter von Regierung und linksgerichteter FARC-Guerilla ihre Friedensgespräche fortgesetzt. Erstmal seit fast 40 Jahren wurde dabei auch über einen Waffenstillstand verhandelt, wie örtliche Behörden am Donnerstag mitteilten. Präsident Andres Pastrana äußerte sich zuversichtlich über die laufenden Gespräche. Entscheidend sei, dass beide Seiten Vorschläge auf den Tisch gelegt hätten. Der Regierungsunterhändler Juan Gabriel Uribe warnte allerdings, dass die Parteien beim Thema Waffenruhe noch sehr weit voneinander entfernt seien. Für Freitag wurde eine gemeinsame Erklärung der Verhandelnden über die Ergebnisse erwartet. Unterdessen lieferten sich FARC-Kämpfer weiter schwere Gefechte mit rechten Todesschwadronen. Dabei wurden binnen drei Tagen mindestens 39 Menschen getötet. Kontrolle über Drogen-Anbaufläche Bei den Kämpfen nahe der Ortschaft Ituango im Nordwesten des Landes ging es nach Polizeiangaben um die Kontrolle über mehrere Hektar Drogen-Anbaufläche. Offenbar verschärften sich die Revierkämpfe zwischen den verfeindeten Rebellengruppen in der Region durch die Anti-Drogen-Kampagne der Regierung. Bogota geht mit massiver Unterstützung der USA unter anderem mit der Vernichtung von Koka-Anbauflächen gegen das Drogengeschäft vor. Die Rebellen finanzieren einen Großteil ihres Kampfes mit Drogengeldern. Vor knapp zwei Wochen hatten sich Pastrana und FARC-Chef Manuel Marulanda auf einen 13-Punkte-Plan für ein Friedensabkommen geeinigt. In dem seit 37 Jahren andauernden kolumbianischen Bürgerkrieg zwischen linksgerichteter Guerilla, rechten Paramilitärs und Armee wurden bisher bis zu 300.000 Menschen getötet. (APA)