Bern - Die Schweiz hat eine Kürzung ihrer Wiederaufbauhilfe für Bosnien angedroht, falls eine Bank in Sarajewo weiterhin Schweizer Hilfsgelder blockiert. Die Behörden in Bern erwägen rechtliche Schritte gegen die Bank von Bosnien-Herzegowina (BH-Banka), wie ein Sprecher des Außenministeriums in Bern am Mittwoch mitteilte. Es bestehe Betrugsverdacht, hieß es. Bank hält wegen Liquidationsproblemen eine Million Dollar zurück Den Angaben zufolge hält die Bank wegen angeblicher Liquiditätsprobleme eine Million Dollar (950841 Euro/13,08 Mill. S) zurück. Um die gleiche Summe will die Schweiz ihre Zuwendungen kürzen, falls die Gelder weiter auf Eis bleiben. Nach Angaben des Berner Außenministeriums leiteten die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und die US-Entwicklungsbehörde US-Aid bereits aus ähnlichen Gründen rechtliche Schritte ein. Zwischen 1996 und 1998 hatte die Schweiz bereits 133 Millionen Dollar (126,5 Mill. Euro/1,74 Mrd. S) für das ehemalige Bürgerkriegsland bereit gestellt. Über die BH-Banka und fünf weitere bosnische Geldinstitute wurden Rückkehrhilfen für aus der Schweiz zurückkehrende Bosnier ausbezahlt. Im November 1998 stoppte Bern aber bereits seine Überweisungen an die BH-Banka. (APA/SDA)