Wien - Die Telekom Control Kommission (TKC) hat die Ausschreibung für die Vergabe von acht neuen Regionallizenzen für den Mobilfunk im Bereich GSM-1800 um ein Monat verlängert. Statt ursprünglich kommenden Montag endet die Bewerbungsfrist nun am 26. März 2001 um 14 Uhr. Die Auktion soll im Mai oder Juni 2001 über die Bühne gehen. Die TKC habe damit auf "Signale aus dem Markt" reagiert, hieß es am Freitag lapidar aus der Regulierungsbehörde. Die Lizenzen sind von den Mobilfunkbetreibern wegen Kapazitätsengpässen im Netz sehr begehrt. Vergeben werden sechs Frequenzpakete zu 2 x 2 MHz sowie jeweils eines zu 2 x 8 MHz bzw. 2 x 1,2 MHz. Die Mindestgebote liegen für die 2 x 2 MHz-Pakete bei 100 Mill. S (7,27 Mill. Euro), für das 2 x 1,2 MHz-Paket bei 60 Mill. S und für das 2 x 8 MHz-Paket bei 400 Mill. S. max.mobil zögert Während sich die Mobilkom Austria, One und tele.ring nach eigenen Angaben fix an der Auktion beteiligen wollen, ist max.mobil noch unentschlossen: "In Anbetracht des überzogenen Mindestgebotes prüfen wir die Wirtschaftlichkeit der Teilnahme an der Auktion sehr genau", sagte max.mobil-Sprecherin Manuela Bruck am Freitag. Im Mobilfunk gelte die Regel "Je später desto billiger". In Deutschland seien die Regionalfunklizenzen beispielsweise bereits vor zwei Jahren vergeben worden, das Mindestgebot für 2x2 MHz lag damals bei 14 Mill. S. Umgerechnet auf die Bevölkerung sei das österreichische Mindestgebot damit rund 71 Mal höher als jenes von Deutschland. Die Mobilkom will sich sicher beteiligen, um das "noch immer bestehende Ungleichgewicht im Frequenzspektrum zwischen den Netzbetreibern auszugleichen", sagte Mobilkom-Generaldirektor Boris Nemsic. Da sich der mobile Datenverkehr 2001 in Österreich auf 10 Prozent verdreifachen werde, sei eine Frequenzaufstockung für eine stabile Netzqualität wichtig. "Wir müssen in jedem Fall mitsteigern, den Preis müssen wir in Kauf nehmen", hieß es auch bei One. Wann genau die neuen Frequenzen zur Versteigerung kommen, steht laut TKC noch nicht fest. Vor der Auktion müssten die Unterlagen der Bewerber genau geprüft werden. Wie lange diese Prüfphase dauern werde, sei nicht genau abzuschätzen, so der Regulator. (APA)