Frankfurt - Der Neue Markt in Frankfurt konnte sich am Freitag dem negativen internationalen Umfeld nicht entziehen und büßte ebenfalls weiter an Boden ein. Der die wichtigsten Standardwerte am Neuen Markt umfassende NEMAX-50 rutschte erstmals unter die Marke von 2.000 Punkten und schloss auf dem tiefsten Stand seit seiner erstmaligen Berechnung am 1. Juli 1999. Gegenüber dem Vortag fiel das Börsenbarometer 114,54 Einheiten oder 5,50 Prozent auf 1.968,27 Zähler. Der den gesamten Markt umfassende NEMAX-Gesamt (Performance Index) verlor 89,74 Einheiten oder 4,10 Prozent auf 2.100,90 Stellen. Bereits zu Handelsbeginn war der Markt Händlern zufolge durch die Gewinn- und Umsatzwarnung von Sun belastet worden. Dann sei dem Handel gegen Mittag durch die Motorola-Gewinnwarnung ein erneuter Schlag versetzt worden. Charttechnisch sei der Markt stark angeschlagen, im Nemax-50 gebe es keine Unterstützung mehr, hieß es im Handel. Zu den größten Verlierern gehörten am Freitag die Aktien von Adva, die ohne bekannten Hintergrund 14,6 Prozent verloren. Händler verwiesen auf den Bruch der Unterstützung bei 21 Euro. Die nächste technische Unterstützungsmarke für Adva liege nun laut Händlerangaben bei zehn Euro. Auch Biotechwerte unter Druck Die Biotechwerte standen am Freitag erneut unter Abgabedruck. Man trenne sich aus Angst vor weiteren Kursverlusten von Titeln, die noch einigermaßen gut bewertet seien, hieß es. Evotec verloren 15 Prozent, Medigene 11,6 Prozent, Lion 8,7 Prozent und Qiagen 5,2 Prozent. Auch die österreichischen Aktien verbuchten teilweise empfindliche Verluste. AT&S verloren 2,85 Punkte oder 9,47 Prozent auf einen Schluss-Stand von 27,25 Euro. Umgesetzt wurden insgesamt 68.132 Stück Aktien (Einfachzählung). Die Aktie konnte damit nicht von dem am Freitag vermeldeten Großauftrag profitieren. (APA)