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Archivbild "Sozialhilfe-Irrgarten"

Foto: APA/Jaeger
Salzburg - Armutsvorsorge und Armutsbekämpfung müssten wieder mehr ins Blickfeld der Politik rücken: Dazu hat die Katholische Aktion Österreichs (KAÖ) am Wochenende laut Kathpress bei ihrer Frühjahrskonferenz in Salzburg aufgerufen. Angesichts der Verpflichtung Österreichs im Rahmen der EU, bis Juni einen nationalen Aktionsplan zur Armutsbekämpfung vorzulegen, sollte die Regierung ähnlich wie bei der Budgetsanierung klare und nachprüfbare Ziele definieren. "Sparpolitik muss so gestaltet sein, dass gesellschaftlich Schwächere nicht als erste, sondern als letzte davon tangiert werden", forderte KAÖ-Präsident Christian Friesl am Sonntag. Die KAÖ unterstütze die Forderungen der Armutskonferenz, wie z.B. jene nach einer bundesweit einheitlichen Sozialhilfe oder nach einer Mindesthöhe beim Arbeitslosengeld. Ein weiteres Thema der Frühjahrskonferenz war die Ökumene. Christen müssten über die unterschiedlichen Identitätsmerkmale ihrer Kirche besser Bescheid wissen, aber auch über die Gemeinsamkeiten der Konfessionen - das ist nach den Worten Friesls eine Konsequenz aus dem Studienteil der KAÖ-Konferenz über Ökumene. Oft sei sogar kirchlichen Verantwortungsträgern nicht bewusst, wie gering die theologischen Trennlinien wirklich sind. In gemeinsamen gesellschaftspolitischen und spirituellen Projekten sollte ökumenische Zusammenarbeit auf regionaler Ebene immer mehr zur Selbstverständlichkeit werden, so Friesl. Die Katholische Aktion trage dem breiten Wunsch nach einer "Einheit in versöhnter Verschiedenheit" etwa in der bewusst ökumenischen Ausrichtung ihrer vier inhaltlichen Foren auf Bundesebene Rechnung; auch auf Diözesanebene sorge die Katholische Aktion immer wieder für den ökumenischen Brückenschlag. Die KAÖ-Konferenz beschloss überdies, die "Dekade zur Überwindung der Gewalt" des Weltkirchenrates auf österreichischer Ebene zu unterstützen. (APA)