Katmandu - Die Bergsteigerorganisation in Nepal (NMA) will den Mount Everest vom Müll befreien. Auf einer Frühjahrs-Expedition würden Scherpas auf ihrem Rückweg den Abfall einsammeln und dafür entlohnt, teilte ein Sprecher der NMA am Sonntag in Katmandu mit. "Wir könnten uns vorstellen, für jedes Kilogramm beseitigten Müll bis zu 1.000 nepalesische Rupien (umgerechnet rund 190 Schilling) zu zahlen." Bis zu vier Tonnen Abfall könnte vermutlich eingesammelt werden. Bergsteiger lassen bei ihren Himalaja-Expeditionen immer wieder Sauerstoffflaschen, Leitern und Stangen zurück. 1996 wurde der 8.850 Meter hohe Mount Everest erstmals von mehr als zwei Tonnen Abfall befreit. Der meiste Müll sammelt sich im letzten Basislager vor dem Gipfel auf 7.900 Metern Höhe an. Die Regierung Nepals hat mindestens sieben Expeditionen für die im März beginnende Frühjahrsaison genehmigt. Bei einer Besteigung des Mount Everests begleiten üblicherweise bis zu zwölf Scherpas die Bergsteiger. Die Scherpas sollen bei ihrem Abstieg den Abfall einsammeln. Bereits im vergangenen Jahr hatte ein amerikanisches Team den Berg von leeren Flaschen, Gaskanistern und Batterien befreit. Seit der erfolgreichen Erstbesteigung des Berges 1953 durch den Neuseeländer Edmund Hillary und den Scherpa Tenzing Norgay haben mehr als 900 Menschen den Mount Everst bestiegen. (APA/Reuters)