Wien - Ungarns Salamispezialist, der börsenotierte Pick-Konzern, will die Konkursmasse der ins Trudeln geratenen Wiener Wurstfabrik Weiser übernehmen, bestätigt Weiser-Anwalt Christof Stapf im Nachrichtenmagazin "Format" von Montag. Die Gespräche laufen schon lange, es gäbe aber noch weitere Interessenten, so Stapf. Wie berichtet wurde auch der oberösterreichische Sanierer Anton Stumpf genannt, der einen österreichischen Fleischkonzern aufbauen will. Pick erzeugt neben Salami Dauerwürste und Schinken im gehobenen Preissegment und setzt mit knapp 5.000 Beschäftigten an die 12 Mrd. S(872 Mill. Euro) um. Weiser hat mittlerweile die Beschäftigten beim zuständigen Arbeitsmarktservice im Rahmen des Frühwarnsystems zur Kündigung angemeldet, wurde in der Gewerkschaft Nahrungs- und Genussmittel bestätigt. In den beiden vor dem Konkurs stehenden Weiser-Unternehmen waren zuletzt 270 Mitarbeiter beschäftigt. (APA)