Berlin - Ordnungsgemäß gelegte Amalgamfüllungen stellen nach Angaben des deutschen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BIfArM) Bonn keine Gesundheitsgefährdung dar. Nur in extrem seltenen Ausnahmen komme es zu allergischen Reaktionen, schreibt BIfArM- Mitarbeiter Rainer Harhammer in der jetzt erschienenen Februarausgabe des Bundesgesundheitsblattes. Harhammer wiederholt in dem Beitrag die schon früher vom Bundesinstitut ausgesprochene Empfehlung, bei Schwangeren, Kleinkindern und Nierenkranken auf Amalgamfüllungen zu verzichten. Trotz Millionen von Amalgamfüllungen wurden weltweit nur rund 100 Fälle sicher als Amalgamallergie beschrieben, heißt es. Anwendungseinschränkungen in Deutschland seien aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes erfolgt, nicht wegen tatsächlicher Erkrankungen. Der Zahnfüllwerkstoff Amalgam könne weiterhin verwendet werden, die in Studien erzielten Resultate sprächen gegen Quecksilber als Ursache einer "selbstvermuteten Amalgamkrankheit", meinte Harhammer. Amalgam ist eine Metall-Legierung, die etwa zur Hälfte aus fest gebundenem Quecksilber besteht. In der Bundesrepublik werden jährlich etwa 60 Millionen Amalgamfüllungen gelegt. Die Tendenz ist sinkend, da vor allem Kunststoffwerkstoffe in den vergangenen Jahren stark verbessert wurden.(APA/dpa)