Wien- Die Stadt Wien erschließt derzeit ein riesiges Betriebsansiedlungsgebiet in Zentrumsnähe. Auf dem Areal des ehemaligen kommunalen Schlachthofes St. Marx entsteht die Konzernzentrale von max.mobil. Mit dem derzeit heftig zur Diskussion stehenden Großfleischmarkt stehen bald insgesamt 19 Hektar Grundfläche zur Disposition. Für die max.mobil-Zentrale sind rund zwei Mrd. S (145 Mill. Euro) veranschlagt, im Herbst ist Baubeginn, Ende 2003 soll das vom österreichischen Star-Architekten Günter Domenig geplante Bauwerk für rund 2.000 IUT-Fachkräfte fertig gestellt sein. Dies erklärten Wiens Bürgermeister Michael Häupl (S), Vizebürgermeister Bernhard Görg, Finanzstadtrat Sepp Rieder und die max-Vorstände Georg Pölzl und Friedrich Radinger heute, Montag, in einer Pressekonferenz. Hochqualifizierte Jobs sollen entstehen "Mit dem Areal St. Marx haben wir in Wien ein innerstädtisches Betriebsansiedlungsgebiet, um das uns andere Metropolen beneiden", erklärten Häupl und Rieder. Strategisches Ziel sei, möglichst viele hochqualifizierte Jobs in Zukunftsbranchen - etwa Informationstechnologie und Biotechnologie - zu schaffen. Derzeit gehört das Areal der Wiener Stadt-Entwicklungsholding - es ist dies die Immobilien-Holding der Stadt Wien - über ein Tochterunternehmen zu 100 Prozent. Künftig soll eine weitere Tochter mit dem Namen MM2 gegründet werden, an der die Stadt 20 Prozent und eine weitere Investorengruppe bestehend aus Raiffeisen, Wiener Städtische und Bank-Austria-Gruppe 80 Prozent halten. "Aus dem Projekt Schlachthof St. Marx wird die größte privat vermietete Büro-Fläche Wiens", betonte Thomas Jakoubek, Geschäftsführer der Wiener Stadtentwicklungsholding. Die neue max-mobil-Zentrale wird auch eine Tiefgarage, eine Shopping-Zeile sowie ein Hotel beherbergen. Max will dort außerdem ein "Flag-Store" errichten. Die unverkennbaren gußeisernen Konstruktionen des ehemaligen Schlachthofes bleiben erhalten und werden in das neue Bauwerk integriert. (APA)