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Foto: . REUTERS/Gary Hershorn
Washington/Miami - Der Demokrat Al Gore hätte die Präsidentenwahl in Florida gegen den Republikaner George W. Bush aller Wahrscheinlichkeit auch dann verloren, wenn ihm die gewünschte Stimmennachzählung in mehreren Bezirken gestattet worden wäre. Nach Medienberichten vom Montag hat eine unabhängige Prüfung umstrittener Wahlzettel im überwiegend demokratischen Bezirk Miami- Dade nur einen Netto-Zugewinn von 49 Stimmen für Gore ergeben. Das hätte den Berichten zufolge auch zusammen mit Zuwächsen bei Nachzählungen in den Bezirken Volusia, Broward und Palm Beach nicht für einen Sieg gereicht. Gore hatte vor Gericht um Nachzählungen per Hand gekämpft, war am Ende damit aber gescheitert. Gores Forderung bezog sich auf Wahlkarten, die von den Zählautomaten nicht erfasst worden waren, weil sie keine oder nur eine sehr schwache Stanzmarkierung neben einem Kandidatennamen aufwiesen. Selbst bei großzügigster Auslegung hätte es Gore gegenüber Bush in Miami-Dade keinesfalls auf mehr als 49 zusätzliche Stimmen gebracht, hieß es in den Berichten. Erwartet hatten die Demokraten allein in diesem Bezirk einen Zugewinn von 600 Stimmen. (APA/dpa)