Salt Lake City - Eine CD-ROM könnte Millionen von Schwarzen in den USA helfen, ihre familiären Wurzeln zu finden. Die Mormonen-Kirche veröffentlichte am Montag in Salt Lake City einen Datenträger mit den Namen und Daten von 480.000 ehemaligen Sklaven, die nach 1865 bei der Freedmann Bank Savings and Trust Company Konten angelegt hatten. Die Daten könnten schätzungsweise zehn Millionen Afroamerikanern bei der Suche nach ihren Ahnen helfen, sagte Henry Eyring von der Mormonen-Kirche. Die Freedman Bank war eingerichtet worden, um freigelassenen Sklaven und schwarzen Bürgerkriegssoldaten beim Anlegen von Ersparnissen zu helfen. Sie ging 1874 pleite, doch ihre Unterlagen blieben erhalten. Sie enthalten die Unterschriften tausender Sparer mit Alter, Geburtsort, Plantage, Name des früheren Sklavenhalters sowie Militärdaten aus dem Bürgerkrieg. Zusätzlich sind Angaben über familiäre Beziehungen sowie Verwandte enthalten, die an andere Orte in die Sklaverei verkauft wurden. Die Mormonen-Kirche im US-Bundesstaat Utah unterhält die weltgrößte Datensammlung zur Familienforschung, sie unterhält zahlreiche Dependancen in den USA und 64 weiteren Staaten. (APA)