Wien - Wer an den Terminals des Wiener Airports zur Zigarette greift, wird ab 1. März auf die Insel geschickt. Auf die Raucherinsel wohlgemerkt: Eine von zwölf beschilderten Stehzonen, die - laut Dagmar Lang von der Flughafen Wien AG - "so angeordnet sind, dass Nichtraucher die Rauchwolken nicht mitbekommen". Laut Befragung hätten sich 70 Prozent aller Flughafenbenutzer für Glimmstengelfreiheit ausgesprochen, erläutert Lang. Für Freiheit ohne Strafe: Die Passagiere würden auf die Neuerung lediglich hingewiesen, mittels Beschilderung, Durchsagen, Verteilung von Infobroschüren und von Nikotinkaugummis. Keine extra Inseln oder Spielzonen auf dem Airport gibt es indes für Kids. Ein Umstand, der der Passagierin Marietheres Pus-Zausinger bitter aufstieß, als sie jüngst mit ihren beiden Kindern zwei Stunden lang auf einen verspäteten Urlaubsflieger warten musste. Die Kinder quengelten und nervten: "Ein jeder Greißler hat eine Spielecke - einer der größten Dienstleister nicht?", ärgerte sich Zausinger und suchte - gemeinsam mit Familienbundvorsitzender Marianne Lengauer (VP) - das Gespräch mit dem Flughafenvorstand. "Wir werden schauen, ob sich noch vor dem Sommer etwas einrichten lässt", heißt es dort. Auf alle Fälle vorgesehen seien Spielecken im geplanten neuen Pier. Fertigstellungstermin: 2007. (bri)(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.2.2001)