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Foto: Reuters/Sugita
Tokio - US-Admiral William J. Fallon hat sich am Dienstag in Tokio im Namen der USA für die Kollision eines amerikanischen Atom-U- Bootes mit einem japanischen Fischereischulschiff entschuldigt. Der zweithöchste Offizier der US-Marine sagte, er bitte im Namen der US- Regierung, der US-Marine und des amerikanischen Volkes "aufrichtig und bescheiden" darum, dass "die Regierung und das Volk Japans unsere Entschuldigung für den tragischen Verlust" des Fischkutters "Ehime Maru" akzeptieren. Bei dem Unglück waren neun Besatzungsmitglieder des Kutters ums Leben gekommen. "Ich weiß, meine Worte können das tiefe Bereuen und Bedauern, welches das amerikanische Volk wegen dieses tragischen Vorfalls fühlt, nicht ausdrücken", hatte der Admiral bei seiner Ankunft auf dem westlich von Tokio liegenden US-Luftwaffenstützpunkt Yokota erklärt. Es wurde in Tokio erwartet, dass er dem japanischen Regierungschef Yoshiro Mori einen Brief von US-Präsident George W. Bush überbringt. Das Treffen sollte noch am selben Abend stattfinden. Dabei wollte der Admiral Mori auch über den Fortgang der Ermittlungen zu dem Schiffsunglück informieren. Zudem wurde ein Treffen mit den Angehörigen der bei der Havarie am 9. Februar ums Leben gekommenen neun Schüler und Erwachsenen erwartet. Ein Marine-Untersuchungsausschuss der USA will am 5. März mit Ermittlungen beginnen. Nach ersten Aussagen der U-Boot-Crew hatte das Zusammenspiel zwischen dem Kapitän, der die Wasseroberfläche mit einem Periskop absuchte, und dem Sonar-Experten nicht funktioniert. Zivilisten an Bord sollen außerdem die Besatzung abgelenkt haben. Der japanische Außenminister Yohei Kono erklärte am Dienstag vor Reportern, Japans Hauptforderung an die USA sei eine Bergung des Fischkutters. Die Leichen der neun Japaner werden im Wrack des auf Grund gesunkenen Schiffs vermutet. (APA/dpa)