London/Düsseldorf - Die britische Regierung hat wegen der Maul- und Klauenseuche (MKS) Millionenhilfen für Landwirte angekündigt. Landwirtschaftsminister Nick Brown teilte am Dienstagabend nach einer Krisensitzung mit Regierungschef Tony Blair mit, für die Landwirte sollten 152 Millionen Pfund (239 Mill. Euro/3.294 Mill. S) bereitgestellt werden. 81 Prozent davon wolle die Regierung selbst aufbringen, der Rest solle aus europäischen Mitteln verwendet werden. Brown kündigte zudem die Verlängerung des Transportverbots für Lebend-Vieh im Land um mindestens zwei Wochen an. London hatte am Dienstag sechs neue Fälle der Seuche gemeldet, damit stieg die Zahl auf 18 betroffene Betriebe. In Deutschland wurden wegen des Anfangsverdachts auf Maul- und Klauenseuche unterdessen in den Kreisen Neuss und Aachen Sperrbezirke von jeweils drei Kilometern um zwei Höfe errichtet. Dies teilte das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium mit. Dort waren bereits mehrere hundert Schafe vorsorglich getötet worden, weil dorthin Tiere einer betroffenen britischen Farm gebracht worden waren. Erste Untersuchungen von Blut- und Gewebeproben hatten dem Ministerium zufolge am Dienstag zunächst ein negatives Ergebnis ergeben. Im zweiten Untersuchungsschritt auf Antikörper war das Ergebnis jedoch in drei von dreißig Proben aus dem Kreis Neuss und in zwei von 25 Proben aus dem Kreis Aachen leicht positiv. In einem dritten Untersuchungsschritt würden derzeit Zellkulturen angelegt, die in den nächsten Tagen ein endgültiges Ergebnis liefern sollen, hieß es weiter. (APA)