Innsbruck - Der Geistesgegenwart eines Skilehrers dürfte eine Achtjährige aus den Niederlanden ihr Leben verdanken. Das Urlauberkind hatte sich am Dienstag in Fieberbrunn bei Kitzbühel mit den Haaren und einer Kordel am Anorakkragen auf einem Skiförderband verhängt und war bereits bis zur Bewusstlosigkeit stranguliert. Der 26-jährige Skilehrer holte von einem nahe gelegenen Gasthaus ein Messer und durchschnitt die Haare des jungen Skigastes. Das Mädchen hatte den Kinderskilift am "Lärchfilzkogl" benützt, einen Plastik-Bob auf das Förderband gesetzt und war bergwärts gefahren. Die Hilfeschreie eines anderen Kindes, das den Vorfall bemerkt hatte, wurden von einem zufällig in der Nähe anwesenden niederländischen Touristen und dem Skilehrer aus Fieberbrunn gehört, wobei der Niederländer den Antrieb des Förderbandes geistesgegenwärtig abstellte. Obwohl die Haut des Mädchen nach Angaben der Gendarmerie bereits blau verfärbt war, setzte ihre Atmung kurz nach der Befreiung wieder selbst ein. Die Achtjährige wurde von einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Der Verletzungsgrad war unbestimmt. Die Eltern des Mädchen waren zum Unfallzeitpunkt etwa 400 Meter entfernt und wurden erst durch den Rettungseinsatz auf den Unfall aufmerksam. (APA)