Wien - Gegen Maul- und Klauenseuche darf seit dem Jahr 1991 in der Europäischen Union nicht mehr geimpft werden. Das sagte der Oberste Veterinär Österreichs, Peter Weber, heute, Mittwoch, auf Anfrage der APA. Dafür habe es mehrere Gründe gegeben, so der Experte. Zum einen kann es so genannte Impfdurchbrüche geben, das heißt, durch die Immunisierung selbst entsteht eine Krankheit. Laut Weber war ein weiterer Grund für die EU, dass auch geimpfte Tiere "Carrier", also Träger der Seuche, sein können. Nicht zuletzt gibt es mit immunisierten Tieren auch Absatzprobleme, Weber zufolge nehmen bestimmte Märkte - USA und Australien zum Beispiel - solches Fleisch nicht. Der Veterinär bestätigte, dass es in manchen Ländern der Union Impfbanken gibt. Für eine tatsächliche Immunisierung müsste allerdings der Veterinärausschuss der EU seine Zustimmung erteilen. (APA)