Wien - Der Wiener Caritas-Direktor Michael Landau appellierte am Aschermittwoch an die Stadt Wien, auch künftig ihre soziale Verantwortung den älteren Wienern gegenüber wahrzunehmen. Er hatte zu einem Diskussionsforum über die Seniorenarbeit in Wien geladen. Der Anlass: Die Stadt Wien hat alten Menschen, die in Caritas-Häusern ihren Lebensabend verbringen wollen, in der letzten Zeit die Zuzahlung nicht genehmigt. Das widerspricht laut Caritas der Wahlfreiheit alter Menschen. "Es darf nicht sein, dass es seitens der Stadt heißt: Wer wohlhabend ist, darf sich sein Pflegeheim aussuchen und wer weniger wohlhabend ist, für den ist Lainz schön genug", so Landau. Der Caritas-Direktor verwies auf die Bedeutung eines "guten Zusammenspiels von öffentlicher und privater Hand" und betonte die Notwendigkeit von "langfristigen, partnerschaftlichen Verträgen, die Sicherheit und Klarheit bedeuten". Alte Menschen, die ihren Lebensabend beispielsweise in Caritas-Häusern verbringen möchten, hätten ein Recht, dabei von der Stadt genauso finanziell unterstützt zu werden, wie Bewohner städtischer Pflegeheime, so Landau. Gespräche u.a. mit Gesundheitsstadträtin Elisabeth Pittermann (S) hätten aber noch nicht den gewünschten Erfolg gezeigt. Landau plädierte zudem für einen weiteren Ausbau der Möglichkeiten zur "Kurzzeitpflege". Weitere Forderungen: die Karenzierungsmöglichkeit für pflegende und begleitende Angehörige und eine bessere Ausbildung von Menschen in Pflegeberufen für alte Menschen. (APA)