Wien - Hohe Rohstoffpreise, aber auch Produktionsunterbrechungen haben die Ergebnisse des dänischen Kunststoffproduzenten Borealis im Geschäftsjahr 2000 stark beeinträchtigt. Bei einer Umsatzsteigerung um fast 26 Prozent von 2,99 auf 3,76 Mrd. Euro (52 Mrd. S) musste beim Betriebserfolg (EBIT) ein deutlicher Einbruch von 216 auf 92 Mill. Euro hingenommen werden. Wie die in Schwechat/Wien ansässige Konzerntochter Borealis GmbH am Mittwoch weiter mitteilte, schrumpfte der Gewinn vor Steuern von 179 auf 64 Mill. Euro. Als Nettogewinn werden für das abgelaufene Jahr 42 (nach 141) Mill. Euro ausgewiesen. Preise zogen an Die durchschnittlichen Preise für Polyolefine (Kunststoffe) zogen im Vorjahr zwar um 34 Prozent an. Dieser Preisanstieg wurde aber von höheren Rohstoffkosten neutralisiert, zumal die (Dollar-)Preise für Naphta mit dem starken Rohölmarkt stiegen und für den in Euro bilanzierenden Konzern um 80 Prozent höher waren als 1999, erklärte Borealis. Die Nachfrage nach Polyolefinen - die trotz Stagnation in Westeuropa im Vorjahr insgesamt stark gewesen sei, so Borealis - soll im heurigen Jahr anhaltend stark wachsen. Preiserhöhungen sollten deren Profitabilität verbessern. Am Borealis-Konzern, der seinen Firmensitz in Lyngby hat und als einer der führenden Kunststoffhersteller in Europa und als fünftgrößer der Welt gilt, ist die börsenotierte österreichische OMV AG, Wien, zu einem Viertel beteiligt. Wie berichtet hat Borealis im März 2000 den Bau ihrer ersten Borstar Polypropylen-Anlage in Schwechat (Niederösterreich) abgeschlossen. (APA)