Das wochenlange Chaos rund um die Telefon-Grundgebührenbefreiung kam zu einem Ende. Nachdem vergangene Woche die entsprechende Verordnung für die Befreiung erlassen worden war, haben Infrastrukturministerin Monika Forstinger (F) und Telekom Austria (TA)-Technikvorstand Rudolf Fischer den Vertrag zwischen dem Ministerium und der TA unterschrieben. Verträge mit alternativen Telekom-Betreibern gibt es noch keine. Aber auch diese zeigten ihre Bereitschaft.In zehn Tagen werden 26.500 Anträge bearbeitet Mittlerweile liegen rund 26.500 Anträge im Gebühren Info Service (GIS), die für die Telefon-Gebührenbefreiungen zuständigen Stelle, zur Bearbeitung auf. In den nächsten Tagen sollen alle Personen, die einen diesbezüglichen Antrag gestellt haben, per Brief von der GIS informiert werden, dass nun ihre Befreiung bei der Telekom Austria (TA) rückwirkend mit 1. Jänner bewilligt werde, sagte GIS-Geschäftsführer Jürgen Menedetter am Mittwoch. Wechsel noch sehr kompliziert Innerhalb der nächsten zehn Arbeitstage sollen die Anträge abgearbeitet werden. Sollte der Gebührenbefreite sich bei einem alternativen Telekom-Betreiber anmelden wollen, muss er dies der GIS mitteilen. Noch muss der Kunde allerdings noch warten, bis der gewählte Betreiber mit dem Infrastrukturministerium einen diesbezüglichen Vertrag abgeschlossen hat. Sollte er sich daher zunächst für die Telekom Austria entscheiden, ist aber auch ein nachträglicher Betreiberwechsel möglich. Alternative prüfen noch die Verträge Die alternativen Anbieter prüfen derzeit die Verträge noch, hieß es aus dem Verband der Alternativen Telekom-Netzbetreiber (VAT). max.mobil hält den vom Ministerium erstellten Vertrag an sich für akzeptabel, die detaillierte Umsetzung des Leistungsspektrums für den Befreiten, wie beispielsweise die Minutengebühr, müsse jedoch erst ausdefiniert werden, sagte max.mobil-Sprecherin Michaela Bruck. Eine Unterschrift unter den Vertrag könne max.mobil daher erst etwa Mitte März setzen. Auch Tarifwechsel möglich Der Vetrag der Telekom Austria mit dem Infrastrukturministerium sieht die Befreiung von der monatlichen Grundgebühr vom TA-Minimumtarif sowie eine Stunde Gratis-Gesprächszeit in der Regionalzone zur Geschäftszeit vor. Sollte sich der Gebührenbefreite für einen anderen Tarif als den Minimumtarif entscheiden, schreibt die TA dem Kunden den Zuschuss des Ministeriums in der Höhe von 190 S gut. Der entsprechende Tarifantrag der TA sei genehmigt worden, hieß es dazu bei der Telekom Control. Insgesamt gilt die Telefon-Gebührenbefreiung derzeit für rund 330.000 Anschlüsse. Eine neue Verordnung war notwendig geworden, weil mit 1. Jänner 2001 das neue Fernsprechentgeltzuschussgesetz in Kraft getreten war, wodurch alle diesbezüglichen Normen aufgehoben wurden.(APA)