Wien - Der griechische Außenminister Georgios Papandreou hat seinen Österreich-Besuch am Dienstag vorzeitig beendet und ist zu Gesprächen über die Krise an der Grenze zwischen Mazedonien und dem Kosovo nach Skopje geflogen. Am Montagabend stattete Papandreou dem griechisch-orthodoxen Metropoliten Michael Staikos und der griechischen Kolonie in Wien einen Besuch ab. Die Wiener griechisch-orthodoxe Gemeinde wurde 1782 unter Kaiser Joseph II. gegründet. 1963 errichtete der Ökumenische Patriarch Athenagoras I. von Konstantinopel die "Metropolis von Austria" und Exarchie von Mitteleuropa mit Sitz in Wien. Österreich unterstützt derzeit gegenüber der türkischen Regierung die Bemühungen des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. um Wiederzulassung der schon seit dreißig Jahren durch die staatlichen Behörden geschlossenen Theologischen Hochschule von Chalki (Halki) auf der Prinzeninsel (Heybeli) im Marmarameer. Die griechische Regierung ist über die Entwicklung im Nachbarland Mazedonien nach den Angriffen albanischer Rebellen besorgt. Die internationale Gemeinschaft müsse eine "klare Botschaft an die albanischen Terroristen richten", erklärte der Sprecher des Außenministeriums, Panagiotis Beglitis, am Montag in Athen. Griechenland unterstütze die territoriale Integrität des Nachbarlandes und sei bereit, in Zusammenarbeit mit seinen Partnern in der NATO und der EU Mazedonien jede nötige Hilfe zu leisten. (APA)