Am 1. März ist das so genannte Panel des Teletest, der österreichischen TV-Reichweitenerhebung, um 300 Kabel-Haushalte erweitert worden. In 1.500 heimischen Haushalten liefern nun 3.620 Teilnehmer, darunter 400 Kinder von drei bis elf Jahre, Informationen über ihr Fernseh-Verhalten. Der Teletest sei damit im Vergleich mit den Mess-Systemen in Europa "sehr gut" ausgestattet, so der ORF.

280 Haushalte in Wien, 230 in Niederösterreich sowie 210 oberösterreichische nehmen am Teletest teil. In der Steiermark geben 195 Haushalte Aufschluss über ihre Fernseh-Vorlieben, in Tirol 125 und in Salzburg 120. Vorarlberg und das Burgenland sind mit je 120 Haushalten vertreten. Die 1.500 Teletest-Haushalte repräsentieren eine Gesamtzahl von 3,185.000 TV-Haushalten.

Teletest-Geburtstag

Seit über zehn Jahren werden Reichweiten und Beurteilungen aller in Österreich empfangbaren Fernsehangebote mit Hilfe dieses elektronischen Zuschauermess-Systems erhoben. Die Test-Teilnehmer werden mit Hilfe von Repräsentativumfragen rekrutiert. Durchgeführt wird der Teletest vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Fessel GfK. In jedem Test-Haushalt steht ein Mikrocomputer, der über eine Fernbedienung laufend registriert, wer wann welches Programm einschaltet. Die so gewonnenen Daten werden jeden Morgen zwischen 3.30 Uhr und 5.30 Uhr telefonisch abgerufen, verarbeitet und in das ORF-Rechenzentrum übertragen.

Im europäischen Vergleich liegt der österreichische Teletest mit 1.500 Panelhaushalten im oberen Bereich, so der ORF: Nur die großen Länder mit mehr als 40 Millionen Einwohnern verfügen demnach über eine umfangreichere Stichprobe. So hat Deutschland 5.200 Haushalte, Italien 5.000 und Großbritannien 4.485. In der Schweiz ist die Anzahl der Haushalte auf Grund der drei Sprachregionen mit 1.750 überdurchschnittlich hoch. (APA)