Jerusalem - Ein palästinensischer Arbeiter, der von Dutzenden von Israelis nach dem Selbstmordanschlag in Netanya am Sonntag fast gelyncht worden wäre, bleibt weiterhin in Untersuchungshaft. Wie der israelische Rundfunk am Montag berichtete, beantragte die Polizei die Verlängerung des Haftbefehls gegen den schwer verletzten Bassam Saalach, den Passanten nach der Explosion im Stadtzentrum erschlagen wollten. Die Polizei wolle untersuchen, ob es zwischen Saalach und dem Selbstmordattentäter eine Verbindung gebe, meldete der Rundfunk. Der Mann aus dem Dorf Akrabe bei Nablus im Westjordanland hatte sich nach Polizeiangaben illegal in Israel aufgehalten. Ein aufgebrachter Mob hatte nach dem Anschlag, bei dem der Attentäter und drei Israelis getötet und mehr als 60 verletzt wurden, hemmungslos auf Saalach eingeschlagen. Nach Augenzeugenberichten war der Mann direkt nach der Explosion davongelaufen und daraufhin von der Menge verfolgt worden. Sein Zustand galt am Montag weiterhin als kritisch. (APA/dpa)