Brüssel/London - In Großbritannien ist am Montag erneut in Rindfleisch-Importen aus den Niederlanden BSE-Risikomaterial entdeckt worden. Wie die britische Lebensmittelbehörde FSA mitteilte, fanden Inspektoren in einem Schlachthof im nordenglischen Blackpool Stücke von Rückenmark. Bereits am Freitag waren bei einer Kontrolle in Eastbourne am Ärmelkanal bei Lieferungen aus Deutschland und den Niederlanden Reste von Rückenmark festgestellt worden. EU-Verbraucherschutzkommissar David Byrne hatte daraufhin mit Exportverboten für Rindfleisch gedroht. Rückenmark zählt zu den Risiko-Materialien für eine Übertragung der Rinderseuche BSE und darf nach EU-Bestimmungen nicht mehr in den Handel gelangen. Nach einem von der EU-Kommission vorgelegten Entwurf soll ab Juli außerdem die Überwachung und Bekämpfung der Schafkrankheit Scrapie verbessert werden. Dem Vernehmen nach sieht das Programm vor, sowohl bei verendeten als auch bei Schlachtschafen eine hohe Anzahl von Stichproben mit Schnelltests auf Scrapie zu untersuchen. Eine Entscheidung über den Entwurf werde für April erwartet. (APA)