Washington - Statt des befürchteten "Jahrhundert-Schneesturms" hat der Nordosten der USA einen gewöhnlichen Wintereinbruch erlebt. Zwar fielen in vielen Regionen am Dienstag bis zu 30 Zentimeter Schnee. Im Neuengland-Staat Massachusetts waren fast 100.000 Haushalte vorübergehend ohne Stromversorgung, weil Stromleitungen unter der weißen Last zu Boden stürzten. Aber das von US-Medien vorhergesagte Schneechaos fand nicht statt. Wie schon am Montag waren auch am Dienstag viele Schulen, Büros und Geschäfte vorsichtshalber geschlossen geblieben. Der Schneefall, der zum Teil von starkem Wind begleitet war, beeinträchtigte am stärksten den Flugverkehr. Nachdem am Vortag bereits 3.500 Flüge gestrichen worden waren, gab es am Dienstag erneut Hunderte von Streichungen. Das verantwortliche kräftige Tiefdruckgebiet wird nach Angaben von Meteorologen auch an diesem Mittwoch die Neuengland-Staaten im Griff halten. In Erwartung eines der heftigsten Schnee-Unwetter der letzten Jahrzehnte hatten der Gouverneur des Bundesstaats New Jersey und der Bürgermeister von Boston vorsorglich den Notstand ausgerufen. In einigen Geschäften leerten die Einwohner durch Hamsterkäufe die Regale. In New York wurden vorsorglich Tonnen von Salz und Sand auf die Straßen gekippt, bevor die ersten Schneeflocken fielen. (APA/dpa)