Warwickshire/Großbritannien - Wissenschafter der Universität von Warwick wollen Elefantengras zur Herstellung von Plastik-Autoteilen einsetzen. Als erstes Produkt präsentierten Forscher der Warwick Manufacturing Group einen biologisch abbaubaren Füllstoff, der für Radkappen verwendet werden kann. Kooperationspartner ist das multinationale Unternehmen Biomass Industrial Crops Limited (Bical), entstanden aus einer Vereinigung zwanzig Elefantengras anbauender Farmer. Plastikteile, die auf diesem Weg entwickelt werden, würden sich innerhalb der Lebensdauer eines Autos nicht abbauen, wohl aber bei der Kompostierung, erläuterte Nick Tucker, von der Warwick Manufacturing Group. Derzeit entwickelt die Forschergruppe neue Techniken, um Elefantengras unter anderem für Briketts, Zellstoff, Kartonprodukte sowie Seifen verwenden zu können. Elefantengras, in der Fachsprache Miscanthus, ist ein mehrjähriges rund drei Meter hohes Gras, das hohe Erträge bambusähnlicher Rohre ermöglicht. In Südengland werden rund 15 Tonnen pro Hektar geerntet. Die umweltfreundliche Pflanze, die kaum Pestizide und Düngemittel benötigt, wird in Großbritannien vorwiegend als Brennstoff für Kraftwerke, Dachstroh und Lagereinstreu verwendet. (pte)