Berlin - Die konservative Opposition im deutschen Bundestag rückt immer mehr von der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Vergangenheit von Außenminister Joschka Fischer ab. Sie hatte einen entsprechenden Antrag in den letzten Wochen erwogen. Die Einsetzung eines solchen parlamentarischen Gremiums sei "kein Thema", sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU- Fraktion, Michael Glos, am Dienstag in Berlin. Ungeachtet dessen blieben viele Fragen, die aber "in Ruhe und ohne Hektik diskutiert werden sollten". An diesem Mittwoch will die Opposition erneut in einer Fragestunde im Bundestag Einzelheiten zur Vergangenheit des Außenministers wissen. Dabei geht es hauptsächlich um seine Teilnahme an einer PLO-Konferenz 1969 in Algier und um seine Bekanntschaft zu der RAF-Sympathisantin Margrit Schiller. Fischer steht seit Wochen wegen seines militanten Engagements in der links-autonomen Szene während der 70er Jahre in Frankfurt am Main in der Kritik. (APA/dpa)