Berlin - Bereits heute fehlen in Europa 1,9 Millionen Spezialisten für Informationstechnik, Telekommunikation und E-Business. Bis 2003 wird diese Zahl voraussichtlich auf 3,8 Millionen anwachsen. Nach einer am Dienstag in Berlin vom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) vorgestellten Studie läuft die europäische Wirtschaft Gefahr, im Jahr 2003 ein zusätzliches Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,5 bis drei Prozent zu verschenken, weil Fachleute fehlen. Die Studie zum europäischen Fachkräftemangel ist ein Auszug einer Gesamtstudie des European Information Technology Observatory (EITO), die am 16. März auf der Computermesse Cebit in Hannover vorgestellt werden soll. Der Fachkräftemangel herrscht danach schon heute auch außerhalb der Informations- und Kommunikationstechnik (ITK), insbesondere bei Banken, Versicherungen, öffentliche Verwaltung, verarbeitende Industrie, Transportunternehmen und der Wissenschaftsbetrieb. Auf einen Arbeitsplatz in der ITK-Kernbranche entfielen zwei entsprechende Arbeitsplätze bei den Anwendern. Alarmzeichen BITKOM-Vizepräsident Jörg Harms sagte, der Fachkräftemangel in Europa müsse ein Alarmzeichen für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sein. Beschäftigung und Wohlstand hingen maßgeblich davon ab, inwieweit es gelinge, die Chancen der neuen Technologien umzusetzen. "Europa kann seine hohen sozialen Standards nur halten, wenn wir unsere Potenziale auch wirklich ausschöpfen." (APA/AP)