Wie ATV-Vorstand Tillmann Fuchs von Franz Moraks Staatssekretariat in Erfahrung bringen konnte, soll die Ausschreibung laut einem Bericht von medianet.at für die terrestrische Privat-TV-Frequenz noch im Herbst erfolgen: Sicher ist allerdings noch nicht, ob das von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Frequenzgutachten neben den zwei Frequenzen, die der ORF belegt, und jener, auf die ATV hofft, nicht noch eine vierte landesweite Frequenz als rentabel beurteilen wird. Seitens der Krone und deren Herausgeber Hans Dichand vermutet Tillmann Fuchs keine alleinige Bewerbung um die Ausschreibung (was Dichand ohnehin schon bestätigt hatte): „Allerdings ist es nach wie vor möglich, dass ATV mit der Krone auf inhaltlicher Ebene, sprich im Programmteil, kooperieren könnte.“ Der Senderchef bestätigte laut mediazine: „Wir führen laufend Gespräche und unterhalten uns über verschiedene Varianten von Synergieeffekten, angefangen von Vorteilen sowohl für die Krone als auch für den Sender bis hin zu marktwirtschaftlichen Überlegungen.“ Der zweite, in der Vergangenheit bereits als Frequenzanwärter vermutete Mediengigant dürfte die Styria Medien AG sein: Doch Fuchs ortet beim Styria-Vorstandsvorsitzenden Dr. Horst Pirker eher Interesse an einem Lokalsender im Ballungsraum Graz. Bekommt ATV den Zuschlag, will Fuchs bereits im Februar 2002 in neuer Fasson auf Sendung gehen: Inhaltlich sei dann sicher noch mehr zu erwarten, als bisher auf ATV zu sehen war.